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Ein Passivhaus in Weyhe entsteht – Besichtigung und Führung PDF Drucken E-Mail

Besichtigung mit Führung eines Passivhauses in Bau am Freitag, den 13.11.2015 während der bundesweiten „Tage des Passivhauses“.

Im zukünftigen Haus der Familie Kastendiek in Weyhe ist die Energiewende bereits Realität: Etwa 90 % der Heizwärme werden gegenüber herkömmlichen Gebäuden eingespart, wenn das Gebäude bezugsfertig ist – und das bei einem höheren Komfort. Wie das funktioniert, kann am 13. November 2015 während der „Tage des Passivhauses“ jeder selbst sehen. An diesem Tag gibt es die Möglichkeit ein Passivhaus während der Bauphase zu besichtigen und an einer fachlichen Führung durch den Architekten des Hauses, Andreas Feldhoff, teilzunehmen.

Im Gegensatz zu einem bewohnten Gebäude ist vieles noch sichtbar, was später verdeckt ist. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Fachleute als auch an Bauwillige und andere Interessierte. Von 11:00 bis 16:00 Uhr ist der Rohbau in der Sudweyher Straße 35 in Weyhe für Besucher geöffnet. Die erste Führung beginnt um 11:00 Uhr, weitere Führungen werden nach Bedarf durchgeführt.

Im direkten Gespräch mit der Familie Kastendiek und dem Architekten lassen sich meist fast alle Fragen klären und auch Vorurteile ausräumen. Eine vorherige Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung ist nicht notwendig.

Der Bau des Passivhauses der Familie Kastendiek begann im Februar dieses Jahres. Der Entschluss, ein Passivhaus zu bauen lag darin, bewusst Energie zu sparen. Die Familie Kastendiek möchte in Zukunft unabhängig von Energiepreisschwankungen sein, da man nie wissen kann, wie sich die Preise entwickeln werden. Laut dem Architekten Andreas Feldhoff liegt der Heizwärmebedarf (rechnerisch erforderl-che Heizwärme) dieses zukunftsfähigen Hauses bei lediglich 15 kWh pro Jahr und pro qm Energiebezugsfläche (entspricht annähernd der beheizten Wohnfläche). Wie hoch der tatsächliche Heizwärmeverbrauch ist, lässt sich erst feststellen, wenn das Gebäude bewohnt bzw. genutzt ist. In den Gemeinden Stuhr und Weyhe ist es bereits das dritte Haus, welches in Passivhausbauweise errichtet wurde. Das Passivhaus ist ein konsequent weiterentwickeltes Niedrigenergiehaus, das im Jahr rechnerisch höchstens 15 kWh Heizwärme pro qm Energiebezugsfläche (Heizwärmebedarf) erfordert, das entspricht etwa 1,5 Liter Heizöl oder 1,5 Kubikmeter Erdgas.

Laut IG Passivhaus sind folgende Details wichtig: Besonders gute Wärmedämmung, wärmegedämmte Fensterrahmen mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung, wärmebrückenfreie Konstruktion, luftdichte Gebäudehülle und Komfortlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung.

Ein Passivhaus ist nicht nur ein aktiv geleisteter Beitrag zur Energiewende sowie zum Klimaschutz. Für Bauherren und Nutzer ist es auch wirtschaftlich interessant. Zusätzliche Investitionen in der Bauphase können durch die eingesparten Heizkosten bereits nach einigen Jahren ausgeglichen sein. Für den Bau eines Passivhauses können außerdem Fördermittel beantragt werden (Förderprodukt 153 der KfW). Dazu kommt ein erhöhter Wohnkomfort. Die Haustechnik ist flexibel und einfach zu bedienen.

An den „Tagen des Passivhauses“ vom 13. bis zum 15.11.2015 können zudem bereits bewohnte Passivhäuser, die sich an der Aktion beteiligen, besichtigt werden. Die Bewohner geben Auskunft über ihre Erfahrungen mit dem Passivhaus. Die „Tage des Passivhauses“ sind eine Aktion der Netzwerke IG Passivhaus Deutschland und iPHA (International Passive House Association), die vom Passivhaus Institut in Darmstadt ins Leben gerufen wurden.

Eine Übersicht aller teilnehmenden Projekte bietet die Internet-Seite www.passivhausprojekte.de. Hier sind auch genaue Besichtigungstermine und Ansprechpartner sowie weitere Informationen zu den einzelnen Projekten zu finden.

Auch bei Sanierungen von älteren Gebäuden kann der Passivhausstandard als Orientierung dienen und den Energieverbrauch sowie die Betriebskosten senken. Damit wird zudem ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Hier muss aber objektbezogen geplant werden, da die architektonischen und baulichen Maßnahmen mit der Baukultur und dem Objektcharakter zusammenpassen müssen.

Ihre Fragen zu den „Tagen des Passivhauses“ in Stuhr und Weyhe sowie zu der Besichtigung mit Führung beantwortet der interkommunale Klimaschutzmanager Colja Beyer (Tel. 0421-8078595 , E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

 
 

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